Teichmühle Steinwiesen

Museum und Betrieb zugleich

Von oben

Allerherzlichsten Dank

 

an alle Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer, die aus fern und nah am Pfingstmontag, den 25.05.206, unsere historische Teichmühle Steinwiesen, die heute noch in Betrieb und zugleich nichtstaatliches Museum ist, im Rahmen des Deutschen Mühlentages in so großer Zahl besucht und viele davon sich lange bei uns aufgehalten haben. Das gezeigte Interesse aber auch so manches Fachwissen haben uns angenehm überrascht. 

 

Besonders gefreut hat uns der Besuch und der Wissensdrang des neuen Ersten Bürgermeister von Steinwiesen, Herrn Sven Schuster, der ja erst 25 Tage im Amt ist und dadurch auch stellvertretender Mühlvogt geworden ist sowie des vom Kreistag des Landkreises Kronach entsandten Beauftragten für die Teichmühle Steinwiesen, Herrn Kreisrat Marco Fischer, der im Mai 2026 der 2. Bürgermeister der Nachbarstadt Wallenfels geworden ist. Auch dieser besichtigte die Mühle vom Stauwehr bis zum Sägeschuppen.

 

Wir vom Mühlenverein Rodachtal e.V. sehen uns darin bestätigt und zugleich beauftragt, die über 500 Jahre alte Teichmühle, eine Schneid- oder Sägemühle weiterhin mit Leben zu erfüllen, um diese so den nachfolgenden Generationen zu erhalten.

 

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Das Mühlrad dregte sich am Deutschen Mühlentag - Besucherandrang von früh bis spät

 

Das Schmuckstück der Teichmühle Steinwiesen ist der königlich-bayerische Eisenvollgatter aus dem Jahr 1880. Er funktioniert auch heute dank sorgsamen Ungangs noch einwandfrei. Steinwiesenes neuer Erster Bürgermeister Sven Schuster (Erster von links), der zugleich Stellvertreter des Mühlvogts ist, lässt sich von Bernhardt Lang vom Mühlenverein Rodachtal e.V.  die Arbeitsgeschehnisse im Sägeschuppen erläutern.  Foto: Susanne Deuerling

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von Susanne Deuerling

Steinwiesen. Der Deutsche Mühlentag ist traditionell immer am Pfingstmontag und in Bayern nahmen in diesem Jahr nur drei Mühlen teil. Eine davon ist die Teichmühle bei Steinwiesen. Als Vertreterin einer der historischen Schneidmühlen hier im Oberen Rodachtal beteiligte sie bzw. der Mühlenverein Oberes Rodachtal sich an diesem Ereignis.

Bereits am Morgen nach der Eröffnung um 10.00 Uhr gab es einen großen Besucherandrang. Die historische Mühle ist weit über die Grenzen des Landkreises und des Frankenwaldes bekannt als Museumsmühle, die für Besichtigungen und Schneidvorführungen geöffnet ist. Besucher aus nah und fern, ja sogar aus Suhl waren sie gekommen, um zu sehen, wie die Schneidmüller früher gelebt und gearbeitet haben.

Den ganzen Tag war das Mühlengelände bevölkert, die Kinder fuhren mit dem Floß auf dem Mühlbach und die Erwachsenen tauchten ein in die Geschichten, die die Schneidmüller und Mühlenführer zu erzählen hatten. Die kleine Müllerswohnung ließ so manchen jungen Gast erstaunen, denn hier lebte nicht nur der Schneidmüller, sondern meistens eine ganze Familie mit oft vielen Kindern auf engstem Raum. Es war kein leichtes Leben und sehr vom Wasser abhängig. Aber hier im Frankenwald, im Oberen Rodachtal waren die Menschen karge Böden und schwere Arbeit gewöhnt, zu Land und zu Wasser. 

 

Eintauchen in das Mühlenerlebnis

 

Ab 10.00 Uhr am Morgen fanden Mühlenführungen jeweils zur vollen Stunde statt. Die Besucher konnten den Schneidmüllern beim Schneiden der Blöcher zusehen, dabei kommt das königlich-bayerische Eisenvollgatter zum Einsatz. Es ist nachweislich über 140 Jahre alt und läuft noch heute einwandfrei ruhig und ohne Vibrationen und ist somit eines der Schmuckstücke der Teichmühle. Hier machten sich die Gäste ein Bild davon, wie schwer die Arbeit gewesen sein muss. Die schweren Stämme mussten mit Muskelkraft bewegt werden, die Gefahr eines Unfalls oder einer Verletzung war groß.

Langsam und gleichmäßig zieht es den Stamm durch den Gatter und heraus kommen Vierkanthölzer für das Rodach-Wehr und zöllige Bretter für die Stau. Besichtigt wurde auch der Maschinenraum, man erfuhr viel über das Alltagsleben in einer Frankenwaldmühle und die Kinder vergnügten sich mit dem Kinderfloß auf dem Mühlbach. „Mühlgrabengekühlte“ Getränke und ein Plätzchen im Schatten waren bei den heißen Temperaturen der Renner. 

Zur Hochzeit der Flößerei Mitte des 19. Jahrhunderts gab es im Bereich Steinwiesen ganze 13 Mühlen. Der Ort hatte im Frankenwald die höchste Mühlendichte und die meisten Mühleninteressenten. Über 300 Mühlen-Anteilseigner gab es damals in Steinwiesen. Kein weiterer Ort des heutigen Landkreises Kronach hatte mehr sogenannte Interessenten an Mühlenanteilen.

 

Informationen rund um die Teichmühle

 

Die Teichmühle ist von Mai bis Oktober jeden Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Mühlenverein Rodachtal e.V. zeichnet seit 1987 für die sonntäglichen Führungen verantwortlich und hat seit 2004 auch den Schneidbetrieb gepachtet. Unter der Woche werden Gruppenbesichtigungen gerne angenommen. 

 

Den Kindern gefiel die Fahrt mit dem Floß auf dem angestauten Mühlbach, der mit der Frankenfahne beflaggt ist. Foto: Susanne Deuerling

 

Neuer Schwung für die Teichmühle Steinwiesen

 

 

Eine vielköpfige Mannschaft vom 18- bis zum 75-jährigen bringt zusammen mit dem neuen 1. Vorstand des Mühlenvereines Hans Götz neuen Schwung in die über 500 Jahre alte Teichmühle. Die alten Hasen arbeiten die neuen Schneidmüller und Mühlenführer ein. Wieder dabei sind Felix Neder und Bernhardt Lang. Sogar ein Mühlenhund ist mit von der Partie.

Die Saison 2026 kann beginnen

Samstag, 11.04.2026

Zum Saisonbeginn der Teichmühlenführungen (3. Mai) präsentiert sich das Mühlengelände in einem aufgeräumten Zustand. Zu verdanken ist dies zum einen Schneidmüller Felix Neder, der die letztjährigen Blöcher zügig aufgearbeitet hat und Günter Partheymüller, Mühlenbeauftragter der Gemeinde Steinwiesen, der mit seinem Fuhrpark das Restholz beseitigte und die Aufleger neu ordnete (siehe Foto oben). Hans Götz, kom. Vorsitzender des Mühlenbereins Rodachtal e.V.

 

Betrieb und Museum

 

Die im Jahr 1507 erstmals urkundlich erwähnte Teichmühle Steinwiesen ist die Letzte von einst 156 Schneidmühlen im Frankenwald, die heute noch in Betrieb und gleichzeitig nichtstaatliches Museum ist.

Die Mühlentradition im Frankenwald selbst ist über 900 Jahre alt.

Mehr über die Historie erfahren Sie in einer eigenen Spalte, die wir im April 2017 neu für Sie aufbereitet haben.

 

Frontansicht der Teichmühle

Kommen Sie zu uns!

Die Mitglieder des Mühlenverein, die Sie bei einem Besuch unseres Museums an den Wochenenden ehrenamtlich durch die Mühle und die Außenanlagen führen, bemühen sich, dabei dem Motto unserer Marktgemeinde Steinwiesen gerecht zu werden: 

zu sein.

Die Teichmühle Steinwiesen ist nicht nur idyllisch gelegen, sondern ist auch ein vorindustrielles technisches Wahrzeichen. Sie steht unter Denkmalschutz.

Erleben Sie hautnah, wie früher ein Arbeitstag des Schneidmüllers ablief und wie seine Familie im angebauten kleinen Wohnhaus lebte.

Erfahren Sie den Lohn des Schneidmüllers und im Gegensatz dazu den Wert eines Anteiles (Schneidtages).

Die ältere Generation findet sich in ihrer Kindheit wieder und die Jüngeren wundern sich, wie früher alles so einfach funktionierte und unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche aufwuchsen.

Sie werden Ihr Kommen nicht bereuen. Das versprechen wir Ihnen!

Verbinden Sie doch einfach Ihren Ausflug zu uns mit dem, was wir in der Spalte "Links" zusammengestellt haben: Erlebnisse, die so einmalig sind wie die Teichmühle!

 


Unterschlächtiges MühlradUnterschlächtiges Mühlrad


Der Sägeschuppen von der Rückseite

Die Transmission

Mühlenverein Rodachtal e.V.  02.04.2026

Mühlenverein Rodachtal e.V.

Nadelwehr

Dislozierung


Bretterfloß

Die Seubertschwestern

Königlich-bayerisches Eisenvollgatter

Königlich-bayerischer Eisenvollgatter