Teichmühle Steinwiesen

Museum und Betrieb zugleich

Mühlenauflistung im Frankenwald 

  • Quelle Operat Forstrad Moser von 1862 

     

Gebiet

Anzahl

Schneidm.

Interess.- Schneidm.

Auch

Mahlm.

Mühlholz (Klafter)

 

Loquitzgrund

    6

  0

  4

     143

 

Tettaugrund

    7

  2

  1

     262

 

Ob. Haßlachgrund

    7

  1

  5

     222

 

Unt. Haßlachgrund

  14

  5

  8

     739

 

Dober u. Kremnitz

    8

  4

  3

     391

 

Grümpel

    2

  2

  0

     101

 

Kronach m.Remschlitz

    9

  4

  5

     533

 

Ködelgrund

    7

  7

  0

     634

 

Oelschnitzgrund

    3

  2

  1

     242

 

Steinw. ob. Ködelbr.

    5

  3

  3

     428

 

Steinw. bis Leitsch

  12

12

  1

  2.004

 

Thiemitzgrund

    1

  0

  1

       27

 

Ob. Wilde Rodach

    5

  1

  1

     174

 

Wallenfelser Rodachgr.

  10

  9

  2

  1.326

 

Erlabrück-Oberrodach

    7

  7

  1

     810

 

Ob. U. Unterrodach

    8

  7

  2

     696

 

- Zollscheere

    8

  7

  3

     631

 

– Oberlangenstadt

  13

  6

  4

     873

 

Summe

132

79

45

10.236

 

 

 

Nicht erfaßt sind 22 weitere damals bestehendeSchneidmühlen, weil sie kein staatl. Mühlholz bekamen.

 

Es gab demnach im Jahre 1862 bei uns im Frankenwald 154 Schneidmühlen, wobei 45 auch zusätzlich mindestens einen Mahlgang hatten. 79 Schneidmühlen, also fast 60 % hatten 3 oder mehr Besitzer und waren daher sog. Genossenschaftsmühlen mit einem Mühlvogt als Geschäftsleiter und Vertreter der Anteilseigentümer. Die Anteile wurden nördlich von Kronach seit altersher als „Schneidtage“ bezeichnet, südlich davon hingegen wurden sie „Riegen“ genannt und im Grundbuch entsprechend verbrieft.

Ein Eigentümer konnte an einer Schneidmühle 1/6 bis mehrere Anteile von den 10 bis 18 ursprünglich vorgegebenen Teilen besitzen. Entsprechend hoch war sein Gewinn oder Verlust bei der Gesamtrechnung, die der Mühlvogt alljährlich vorlegen mußte.

 

Michael Kestel, 13. Nov. 2014

© Mühlenverein Rodachtal e.V.

 

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